Garantiert – Global – Genial

Kurzinterview mit Hanna Kropf, Teilnehmende der Studienreise 2017

«Meine grösste Erwartung ist, mit einem vollen Rucksack an tollen Erinnerungen und Erlebtem zurückzukehren.» Hanna Kropf

Vorname/Name: Hanna Kropf
Alter: 23 Jahre
Funktion/Arbeitgeber: Sales Assistant Key Accounts, Asendia Switzerland (internationaler der Post CH AG)
HFW: Absolventin der HFW in Bern im 3. Ausbildungsjahr


Du wirst im April 2017 der zweiten Studienreise HFWgoesCHINA beiwohnen. Was war der ausschlaggebende Punkt zu deiner Teilnahme?

In meiner Funktion berate und betreue ich Kunden, die Export sowie Import auf der ganzen Welt machen, und bin deswegen in ständigem Kontakt mit der internationalen Welt. Mich interessiert allgemein das ganze Business im Ausland, vor allem auch in China, weil dort der Markt stetig wächst und wir immer mehr mit China geschäften werden.

Warst du vorher bereits in China?

Nein, ich war noch nie in China.

Wie bereitest du dich vor?

Ich werde mir verschiedene Fragen in diversen Fachbereichen notieren, die ich dann vor Ort direkt den entsprechenden Personen stellen kann. Ebenfalls werde ich ein wenig über die Kultur und das Land selber nachforschen, damit ich schon ein bisschen eine Vorahnung habe, was mich erwarten könnte.

Was für Erwartungen hast du?

Meine grösste Erwartung ist, mit einem vollen Rucksack an tollen Erinnerungen/Erlebtem zurückzukehren.

Welche Frage möchtest du einem ehemaligen Teilnehmenden gerne stellen?

Was hat dich am meisten überrascht, wenn Du die Geschäftskultur hier und dort miteinander vergleichst? Mit welchen Erkenntnissen hattest Du überhaupt nicht gerechnet? Antwort von Marc Schneider.

Praxisbezug in China garantiert

Die Studienreise hat folgende Schwerpunkte:

  • Unternehmensführung: Referat von chinesischen CEO/COO inkl. Roundtable
  • Produktion: Know-how-Transfer von der Schweiz nach China, Massenproduktionsbesichtigung inkl. Supply Chain
  • Personalwesen: Referat und Q&A-Session mit HR Manager zu Personalgewinnung, Personalentwicklung, Talent Management
  • Marketing/Verkauf: KeyAccounting mit Grosskunden, chinesische Kaufverträge vs. westliche, Networking
  • Volkswirtschaft: Freihandelsabkommen Schweiz–China

Warum Roger Federer nicht Rasenmähen sollte!

Globalisierung – Theorie und Praxis – Kompetenztransfer

«Es ist heutzutage gar nicht zu vermeiden: Aussenhandel und Globalisierung begleiten den HFW-Studenten durch den gesamten VWL-Unterricht. Grund genug, dem Aussenhandel auch in eigenen Kapiteln einmal auf den Grund zu gehen. Und das geht so: Sollte Roger Federer den Rasen vor seinem Haus in Valbella selber mähen? Niemals! Der Nachbarsjunge kann das viel besser. Und wenn Roger Federer es besser könnte als sein Nachbarsjunge? Auch dann nicht, denn es ist immer noch viel besser, wenn er nach Melbourne reist und dort die Australien Open gewinnt. Diese Gedanken (natürlich nicht mit Federer in der Hauptrolle)  auf Länder übertragen hat bereits vor über 200 Jahren David Ricardo, und er hat damit die Idee des komparativen Kostenvorteils entwickelt. Dieses grundlegende Konzept, das an der HFW studiert wird, zeigt in einem einfachen Modell auf, dass sich Handelsbeziehungen für alle Beteiligten lohnen. Das Modell ist auf die heutige Zeit sehr gut übertragbar und gerade für Schwellenländer wie China von höchster Relevanz. Darauf aufbauend kann man die Frage stellen, warum viele Länder vermehrt immer wieder zu protektionistischen Massnahmen greifen. Herr Trump lässt grüssen. Ja, was sind denn jetzt eigentlich die Vor- und die Nachteile der Globalisierung? Da darf man durchaus auch mal kritisch sein.

In einem weiteren Kapitel lernen die Studenten eine Zahlungsbilanz lesen und interpretieren, und schliesslich studieren sie auch noch die Bedeutung der Wechselkurse in einer globalisierten Wirtschaft.»

Christian Messerli, VWL-Dozent hfwbern.ch

VWL-Talk: Freihandel vs. Protektionismus und die Bedeutung für die Schweiz
> Video

HFWgoesCHINA – Ihr Weg zum globalen Denken.

 

Was die Wirtschaft sagt

China befindet sich in einem bedeutenden wirtschaftlichen Wandel vom exportorientierten Wachstum zu einem Modell, das in zunehmendem Masse von Verbrauch und Dienstleistungen im Rahmen des «Neuen Nordens» angetrieben wird. Die im Jahr 2015 gestarteten Strukturreformen sowie der 13. Fünfjahresplan deuten auf einen verstärkten Schwerpunkt auf Innovation, verbesserter Ressourcenzuteilung, Fertigung, IT, Dienstleistungen sowie kohlenstofffreiem Wachstum hin.

Die chinesischen Behörden haben eine Reihe von Reformen gestartet, um die Zollverfahren für Einfuhren und Ausfuhren zu erleichtern und den Agrarsektor durch die Mechanisierung sowie die Förderung der Lebensmittelsicherheit zu modernisieren. Um mit Überkapazitäten in bestimmten Branchen fertig zu werden, wurden strengere Massnahmen eingeführt, davon betroffen sind unter anderem Eisen, Stahl, Aluminium, Zement, Gläser und Gefässe.

Das BIP-Wachstum in China hat sich seit 2010 konstant auf 6,9% im Jahr 2015 verlangsamt. Da der private Konsum die Überkapazitäten in Immobilien und Schwerindustrien vermutlich nicht vollständig kompensieren wird, dürfte sich die BIP-Wachstumsrate weiter verlangsamen. Dennoch wird erwartet, dass China die Zielwachstumsrate von 6,5% erreicht.

Die Lackluster-Aussennachfrage im Jahr 2015 führte zu der ersten jährlichen Aussenhandelskontraktion seit 2009. In jüngster Zeit haben sich das Investitionswachstum in der Industrie und die Investitionen des privaten Sektors negativ entwickelt.

China hat im Jahr 2016 eine umfangreiche Reform des Steuersystems abgeschlossen. China besteuert seit dem 1. Mai dieses Jahres alle Unternehmen, die auf einer Mehrwertsteuer basieren, wodurch die Steuerbelastung für Unternehmen gesenkt wird. Bemerkenswert ist, dass China zunehmend in die internationale Steuerzusammenarbeit eingreift, zum Beispiel durch den Beitritt zur internationalen Gemeinschaft bei ihren Bemühungen um Steuerhinterziehung und Steuerhinterziehung.

Der Handel der Schweiz mit China seit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens im Juli 2014 ist für die Schweiz weiterhin positiv. Während Chinas gesamter Handel im Jahr 2015 mit seinen wichtigsten Handelspartnern aus Europa abnahm, d.h. –11,8% mit Deutschland und rund –7% mit Frankreich und Italien, stieg er mit der Schweiz um 1,7%.

Obwohl der Handel mit Waren die Wachstumsraten stark belastet, sollte die zunehmende Bedeutung des chinesischen Handels mit kommerziellen Dienstleistungen nicht unterschätzt werden. China will bis 2020 im Rahmen seines Reformprogramms zum «Neuen Norden» den Dienstleistungshandel auf USD 1 Billion steigern.

Die Mehrheit der schweizerischen Unternehmen in China betrachtet das Land weiterhin als relevantes Bestimmungsobjekt. Eine aktuelle Umfrage unter den 850 bis 1000 Schweizer Unternehmen (einschliesslich ihrer Vertretungen) in China ergab, dass der Investitionsappetit der Schweizer Unternehmen nach wie vor gross ist: 57% der befragten Schweizer Unternehmen planen, die Investitionen in China zu erhöhen (im Vergleich zu 72% im Jahr 2015). Und 48% betrachten China als Top-3-Investitionsziel (verglichen mit 64% im Jahr 2015).

Quelle: www.s-ge.com/de/blog/laenderinformationen-china

 

Wichtige Wirtschaftsdaten:

 

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Eine Antwort auf „Garantiert – Global – Genial“

  1. Interessanter Beitrag. Vielleicht hat jemand Interesse seine Ideen beim http://www.wunsch-schloss.ch einzureichen. Thema dieses Jahr: Globalisierung: Dein Wunsch an die Politik! Entflechten oder vernetzen? Mango oder Emmentaler? Du willst beides? Sag uns wie!

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